Mission Statement

Statement von Dieter Rath, Geschäftsführer der INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH, anlässlich des Pressetermins „Ludwig Erhard an der Wall Street“ am 19. Mai 2009 in New York City:

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

in Zeiten von Finanzkrise, Rezession und Umsatzeinbrüchen wird viel über die richtige Architektur der Wirtschaftssysteme diskutiert. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie zukünftig eine Finanzkrise, wie wir sie gerade erleben, verhindert werden kann, sondern wie das gesamte Wirtschaftssystem aufgebaut sein muss, damit es stabil und krisensicher ist. Derzeit berufen sich viele Deutsche in Politik und Wirtschaft auf die Soziale Marktwirtschaft und Ludwig Erhard. So forderte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel seit dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos, die Soziale Marktwirtschaft solle als internationales Vorbild gelten und weltweit Beachtung finden. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) nimmt die Kanzlerin beim Wort und macht den ersten Schritt, indem sie den Vater des deutschen Wirtschaftswunders symbolisch an die weltweit größte und wichtigste Börse, an die New Yorker Stock Exchange bringt.

Erhard an der Wall Street: Dieses Symbol soll zeigen, dass für die Vereinigten Staaten von Amerika und die Bundesrepublik Deutschland gleichermaßen die Freiheit einer der wichtigsten Grundsätze ist. Das bedeutet, die freie Wirtschaft darf nicht mit zu vielen Regeln und Beschränkungen eingemauert werden. Wachstum und Entwicklung brauchen Freiheit. Doch, und das hat die Finanzkrise uns gelehrt, muss die Wirtschaft einen Rahmen haben, der wichtige Regeln und Leitprinzipien vorgibt. Der Staat hat die Aufgabe, Gesetze zu gestalten, die den Wettbewerb fördert und die Eigeninitiative jedes einzelnen stärkt. Nur so wird sichergestellt, dass die Wirtschaft und der Wohlstand auf einem stabilen Fundament stehen und allen zu Gute kommt.

In Deutschland vertrauen wir seit über 60 Jahren aus diesem Grund der Sozialen Marktwirtschaft. Transparenz, Chancengleichheit und Verantwortung sind die tragenden Säulen dieses Wirtschaftsmodells. Das Plakat hinter mir soll Ihnen, auch mit einem kleinen Augenzwinkern, zeigen, dass wir mit den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft die Überwindung der aktuellen Krise bewerkstelligen können. In Deutschland, in den USA und weltweit.

Den Mann an meiner Seite muss ich den deutschen Korrespondenten wohl nicht vorstellen, ihren amerikanischen Kollegen vielleicht schon. Er soll an Ludwig Erhard erinnern. Den Vater der Sozialen Marktwirtschaft, ehemaliger Wirtschaftsminister und zweiter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er war überzeugt davon, dass ein Wirtschaftssystem nur erfolgreich ist, wenn es auf dem Prinzip der Freiheit fußt. Der Staat darf dabei die Freiheit der Märke und jedes Einzelnen nicht einschränken, sondern er muss sie garantieren. Dem Staat kommt in dem Modell der Sozialen Markwirtschaft die Rolle des Wächters und des Kontrolleurs zu.

Mit diesen Ideen hat Ludwig Erhard in Deutschland ein Wirtschaftssystem etabliert, was in den 50er Jahren das deutsche Wirtschaftswunder schuf und bis heute stabil ist. Damit können nicht nur Krisen, wie wir sie am Finanzmarkt erleben mussten, verhindert werden, sondern das ganze Wirtschaftsystem gerecht und stabil gestalten werden. Mit den Worten von Ludwig Erhard bedeutet dies: „Soziale Marktwirtschaft schafft Wohlstand für alle.“  Oder wie es die INSM in ihrer aktuellen Kampagne nennt: „Soziale Marktwirtschaft macht’s besser“.

Wir haben zu unserer Aktion heute den Direktor des Business and Economics Program am American Institute for Contemporary German Studies (AICGS), Dr. Tim Stuchtey, eingeladen, der Ihnen gleich die Vorbildfunktion der Sozialen Marktwirtschaft erläutern wird und gern für weitere Fragen und Statements zur Verfügung steht.

Danach laden wir Sie dazu ein, ein Foto von Ludwig Erhard an der Wall Street zu machen. Wir hoffen Ihnen damit ein geeignetes Motiv zu bieten, um das Bewusstsein, dafür zu stärken, dass eine freie Marktwirtschaft, sehr wohl sozial sein kann und das freie Märkte gerecht und stabil sind, wenn der Staat sie so gestaltet.

19.05.2009